Über Susan Schildkamp

Meine Wiedergeburt

Mit 17 Jahren beschloss Susan Schildkamp ihrer Berufung („meine Wiedergeburt") als bildende Künstlerin an der Königlichen Akademie der Bildenden Künste und der Freien Akademie, beide in Den Haag, zu folgen.

Anschließend hat sie drei Jahre Teppiche für den Den Haager Architekten Bas van Pelt entworfen und in ihrem eigenen Atelier gewebt. Später erstellte sie Entwürfe für De Munk Carpets. Nepalesische Frauen knüpften ihre damals bereits farbenfrohen Entwürfe und tun dies noch immer.

Susan hat sich im Laufe der Jahre in unterschiedlichen Mal- und Zeichentechniken weitergebildet: Akrylfarbe, Gouache, Kreide, Bleistift und außerdem Tempera zählen dazu.

Auch Lithografieren und Bildhauen gehören zu ihren Künsten. Dabei hat sie eine eigene Bildersprache entwickelt, in der sie ausdrückt, was sie bewegt.

 

Ihr Leben ist das Malen „Meine Sprache ist die Farbe"

Wo sie auch ist, in ihrem Kopf malt sie immer. Ihr Leben ist das Malen. „Meine Sprache ist die Farbe." Stimmungen haben bestimmte Farben. „Ich sorge für Farbe auf der Wand bei den Menschen. Dadurch werden sie ein bisschen glücklicher."
Ihr Leitfaden ist dabei, dass die Menschen die Kraft besitzen, dramatischen Ereignissen in ihrem Leben eine positive Wendung zu geben. Das folgende Gedicht von Neeltje Maria Min ist für sie eine wichtige Inspiration.

Gefühle stehen dabei im Mittelpunkt ihres Werkes. Ihre Gemälde sind funkelnd, lebendig und ausgelassen. Die fröhlichen Welten, von Sonne und Mond bewacht, scheinen sich zwischen Realität und Illusion zu befinden. Abstrahierte menschliche Figuren schweben dabei zwischen architektonischen Elementen.

Ihre Inspirationsquelle sind ihre eigenen Träume aber auch die Natur und verschiedene Materialien und kleine „Funde", von denen sie meist einen Abdruck macht:

Von verrosteten, nicht mehr verwendeten Werkzeugen, die Spuren von menschlichen Handlungen und Emotionen haben bis hin zu Funden mit einer interessanten Form, Farbe oder einer Geschichte. Dazu zählen beispielsweise mumifizierte Schädel, Feder, Haken und vor allem Muscheln. Träume inspirieren sie zu spezifischen Themen von Bildern und Personen in ihrer Arbeit.

Keine Skizze, sondern direkt auf die Leinwand

Einzigartig an ihrer Maltechnik ist die Arbeit auf einem transparenten Plastikuntergrund. Darauf skizziert sie nicht erst, sondern bringt die Bilder direkt auf, am liebsten in Akryl und Tempera.

Experiment in der Vergangenheit haben ihre Farben nun intensiver und heller gemacht und dies trägt sehr stark zu ihrem eigenen Stil bei. Weil Susan ein Quadrat als Bild der Harmonie empfindet, sind viele ihrer Bilder quadratisch.

Eine bessere Welt, umgesetzt in Farben und gefangen in Linien

Susan malt sichtbare und erkennbare Gefühle, die auf eine bessere Welt verweisen, eine Welt, die gleichzeitig weit weg und ganz nah ist und in der alle Zustände gleichzeitig stattfinden: Schlafen, Wachen, Träumen und die Wirklichkeit.

Die Wirklichkeit wird zurückgebracht auf den essenziellen Gefühlswert. Umgesetzt in Farben und gefangen in Linien ist der Gefühlswert, der einzige, der zählt. Gefühl, gefasst in leuchtende, farbige Quadrate, wie Fenster des Glücks. Die Betrachter erleben ihre Bilder als Spiegel ihrer eigenen Träume und Gefühlswelt. (Autor: Rob

auteur: Rob berends - september 2014